WSM300 - Fallstudien

Fallstudien

Fallstudie Panke

Die Bewirtschaftung der Regenwasserabflüsse in Siedlungsgebieten ist ohne Zweifel ein sehr wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit dem Wasser- und Stoffstrommanagement in kleinen Einzugsgebieten. Als Flachlandfluss entwässert die Panke im Nordosten Berlins und im angrenzenden Brandenburger Umland ein Einzugsgebiet von etwa 250 km². Der Berliner Teil der Panke (17 von insgesamt 27 km des Laufs) ist stark urban geprägt mit einem durchweg begradigten und z.T. sehr stark eingetieften Bett. Die Sohle ist zu etwa 2/3 fast durchgehend geschottert, 1/3 des Laufs weist eine Betonsohle auf. Die Durchgängigkeit ist als Folge der zahlreichen Querbauwerke, Verrohrungen und Durchlässe stark eingeschränkt. Wegen des Siedlungsdrucks im Brandenburger Teil ist mit einer weiteren Zunahme der Belastungen zu rechnen.

Fallstudie Saidenbach

Das ca. 60 km2 große Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperre Saidenbach wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt und unterscheidet sich im Hinblick auf Besiedlungsdichte, Kanalisationsanschlussgrad, Flächennutzung und die Niederschlagshöhe deutlich von den beiden anderen Fallstudien; zusätzlich handelt es sich hier um ein stehendes Gewässer. Als Bestandteil des Talsperrensystems Mittleres Erzgebirge bildet die Talsperre eine wichtige Grundlage für die Trinkwasserversorgung des Großraumes Chemnitz. Insofern genießt die beständige Sicherung der Trinkwasserqualität sehr hohe Priorität, die indes durch die Stoffeinträge aus landwirtschaftlich genutzten Bereichen, aus Hauskläranlagen und durch Straßenabwässer beeinträchtigt wird.
In der Liste der Forschungsprojekte aus dem Freistaat Sachsen gibt es ebenfalls einen Verweis auf das Projekt, das z.B. mit der Eingabe des Suchwortes "Stoffstrommanagement" unmittelbar aufzufinden ist.

Fallstudie Modau

Das ca. 204 km² große Einzugsgebiet der Modau liegt am südlichen Rand des Rhein-Main-Gebiets und erstreckt sich vom westlichen Odenwald über die Bergstraße bis in die hessische Rheinebene. Es gehört zu den überdurchschnittlich hoch besiedelten Gebieten Hessens; zudem wird ein Großteil der Fläche infolge der günstigen bodenkundlichen und klimatischen Verhältnisse landwirtschaftlich intensiv genutzt und in der Rheinebene erfolgt eine beträchtliche Grundwassergewinnung. Im Hinblick auf integriertes Wasser- und Stoffstrommanagement sind demzufolge zahlreiche Aspekte einzubeziehen.