WSM300 - Decision Support System

Decision Support System

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Die Entwicklung des Decision Support Systems (DSS) in der hier dargestellten Form begründet sich auf den Standpunkt, dass die Entscheider die Vorgaben machen, auf welche Weise sie (durch den Einsatz des Computers) zu unterstützen sind. Die Unterstützung besteht in der Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen. Im Zusammenhang mit integrierter, einzugsgebietsbezogener Wasserbewirtschaftung gestaltet sich infolge der Komplexität der Systeme und Aufgabenstellungen die Bestimmung dieser Informationen sowie der angemessenen -für den Entscheider verständlichen- Darstellung äußerst schwierig. Gerade im Hinblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen sind umfangreiche Szenarien auf vielfältige Auswirkungen zu untersuchen („impact assessment“) – eine Aufgabe, die hohe Anforderungen an das Design der computergestützten Werkzeuge stellt. In unserem Faltblatt wird diese Sichtweise mit der sich daraus ergebenden Schlussfolgerung zum Ausdruck gebracht:

Ein Decision Support System stellt die erforderliche technische Unterstützung bereit, um die methodische Analyse und Bewertung von Szenarien effektiv und effizient durchzuführen. Die Funktionalität muss eindeutig an den Fragestellungen und dem Informationsbedarf der Planer und Entscheider ausgerichtet sein.

Angesichts der komplexen Problematik und gemäß der anwender- bzw. problemorientierten Sichtweise wird das DSS nicht als einzelne Programmanwendung angesehen, sondern als Sammlung und geeignete Kombination von Software-Komponenten für die Erfassung, Verarbeitung, Strukturierung und Kommunikation der Informationen.

Eine zentrale Annahme bzw. Behauptung besteht demzufolge darin, dass eine einzelne universelle Programmanwendung nicht –oder zumindest nicht in absehbarer Zeit– in der Lage sein kann, dass mit ihrer Hilfe sämtliche nachgefragten Informationen zur Verfügung zu stellen sind, sondern dass mehrere Anwendungen dazu erforderlich sind.

Shell

Zentraler Baustein des DSS ist eine Entscheidungsmatrix, in der verschiedene Lösungsansätze (Szenarien) miteinander verglichen werden können. „Vergleichsmaßstab“ sind dabei die gewählten Zielvariablen. Der Aufbau einer Entscheidungsmatrix für ein konkretes Projekt bildet vier typische Arbeitsschritte ab, die im Rahmen eines wasserwirtschaftlichen Planungsprozesses auftreten:
(Nr) Schritt im Planungsprozess: Arbeitsschritt bei der Entwicklung der Entscheidungsmatrix
(1) Diskussion und Festlegung der Zielvariablen: Definition der Spalten der Matrix
(2) Entwicklung von Szenarien: Hinzufügen von Zeilen
(3) Ermittlung der Fakten: Ausfüllen der Zellen
(4) Bewertung und Entscheidungsfindung: Multikriterielle Analyse

Um den Entscheidungsprozess in einer größeren Gruppe von Entscheidungsträgern zu unterstützen, ist die Shell web-basiert konzipiert (zur Entscheidungsmatrix). Die Kommunikation mit den verschiedenen –nicht webbasierten- Modulen des DSS (Modelle, GIS, Zeitreihenmanagement) zu ermöglichen, ist die Kommunikation über eine XML-Schnittstelle vorgesehen.